No Gos an Weihnachten

Schokoladenvergiftung 

Auch wenn wir in dieser Zeit gern etwas großzügiger im Umgang mit dem Verzehr von Schokolade sind, dürfen Hunde auf keinen Fall Schokolade bekommen, da das darin enthaltene Theobromin nicht verstoffwechselt werden kann und damit giftig für Hunde ist.

Wisst ihr schon, wie ihr im Notfall selbst errechnen könnt, ob dieMenge an aufgenommener Schokolade schädlich für euren Hund ist?Bereits 2-4 Stunden nach Aufnahme ist das in der Schokolade enthaltene Theobromin vollständig im Magen-Darm-Trakt aufgenommen und die ersten Symptome sind zu erwarten. Je nach Dosis kommt es zu unterschiedlichen Vergiftungsanzeichen. Ab rund 20 mg pro kg/Körpergewicht äußern sich erste Vergiftungsanzeichen, wie Erbrechen und Durchfall sowie gesteigerter Durst. Bei über 60 mg pro kg/Körpergewicht kann es zu Krampfanfällen und Bewusstseinsstörungen kommen.Als Faustregel gilt, je dunkler die Schokolade, desto mehr Theobrominist enthalten und umso giftiger ist sie demnach. Generell sollte auch bei kleinen Mengen sicherheitshalber der Tierarzt aufgesucht werden. Sollte dies aber aus irgendeinem Grund nicht sofort möglich sein, kannman zumindest online einen passenden Rechner nutzen, der einem vorsichtige Entwarnung gibt oder Handlungsbedarf ausspricht. Man gibt also das Gewicht des Hundes sowie die aufgenommene Menge an Schokolade in Gramm ein sowie um welche Art von Schokolade es sich handelt.

Wenn z.B. ein 40 kg schwerer Hund 20 g Milchschokolade aufgenommen hat, entspricht dies nur ca. 1 mg/kg, sodass hier in der Regel nicht mit Vergiftungsanzeichen zu rechnen ist. Wenn wiederum ein 5 kg schwerer Hund 50 g einer 70%igen Zartbitterschokolade aufgenommen hat, entspricht dies ca. 200 mg/kg Theobromin - diese Menge ist möglicherweise tödlich. Falls ihr eine schnelle Rechnung benötigt, könnt ihr die Daten auf dieser Webseite eingeben: Schokoladenrechner.

Außerdem sei gesagt, dass es sicher schon einige Hunde gab, die eine recht hohe Menge an Theobromin aufgenommen haben und keine Vergiftungsanzeichen gezeigt haben - das kann natürlich vorkommen. Doch bevor hier eventuell diese „Positiv-Beispiele“ aufgezeigt werden, sollte man sich immer fragen, ob man dieses Risiko eingehen will… wir sagen ganz klar: lieber nicht!

Die Weihnachtszeit ist immer eine sehr schöne, aber auch chaotische und stressige Zeit. Neben der Schokoladenregel ist es umso wichtiger, stets weitere Grundregeln im Hinterkopf zu behalten. 

  • Der Festtagsbraten und alle Leckereien drumherum eignen sichebenfalls nicht für Hunde, da das Essen gewürzt und meist zu fettig ist, sodass es zu Durchfall und Erbrechen kommen kann.
  • Besonders Knochen sind tabu: Sie können zu Verstopfungen undlebensbedrohlichen Zuständen führen, da sie sich im Darm verkeilen und diesen verletzen können.
  • Die sehr beliebten Christsterne sind übrigens ebenfalls giftig fürHunde, als Tierbesitzer sollte man am besten auf sie verzichten, um kein unnötiges Risiko einzugehen.
  • Vermeidet es, mit euren Hunden in überfüllte Shopping Center oder auf Weihnachtsmärkte zu gehen, das kann unterschwellig zu Stress und sekundär zu Verdauungsstörungen führen.
  • Achtet auf den Schmuck an eurem Weihnachtsbaum, Lametta gehört ja zum Glück schon fast der Vergangenheit an, aber auch darüber hinaus sollte sichergestellt werden, dass hier keine Gefahren für eure Vierbeiner lauern - manch einer mopst ja auch gern mal eine Christbaumkugel. 🙈

Autorin:

Stefanie Schmidt

Praxisleitung und Tierärztin in der Tierarztpraxis Am Wilden Mann in Dresden


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